Hof-Hauenstein


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Geschichte

Auszug aus der Geschichte des Hofes Hauenstein

Von 1841 – 43 wurde der Hof – teilweise aus Steinen der Burgruine Hauenstein, die im 13. Jahrhundert unweit des heutigen Hofes Hauenstein stand, von Baron Waitz v. Eschen erbaut, mit einer damaligen Betriebsfläche von ca. 340 ha. Nach relativ kurzer Existenz wurden die riesigen Flächen des Gutshofes in kleine Parzellen geteilt und verkauft.

Die Hofanlage selbst wurde 1896 geteilt und an die Familien Heßler und Röll verkauft. Die derzeitige Eigentumsfläche pro Hofseite beträgt ca. 20ha. Die Familie Büttner, früher Hessler ist schon über 100 Jahre Eigentümer am unter Denkmalschutz stehenden Hof – Hauenstein.

In der Zeit des 2. Weltkrieges mußten leerstehende Gebäudeteile als Wehrertüchtigungslager und als Einweisemöglichkeit für Flüchtlinge dienen.

Seinen landwirtschaftlichen Ursprung hat der Hof bis heute erhalten.

Die Burg Hauenstein, wurde wahrscheinlich von den Kurmainzischen Vögten, den Grafen von Rieneck um 1300 erbaut. Die Burg lag sehr geschützt. Alle vier Seiten waren durch steile Bergrücken, Wald und Bäche vor feindlichen Übergriffen geschützt. Von hier aus wurde zusammen mit der etwas größeren Womburg in Mömbris das unter Rienecks Einfluss stehende Gebiet der oberen Kahl und der Lohr gesichert. Die Grafen von Rieneck als Lehensträger des Hofstifts Mainz verliehen seit ca. 1300 ihre Besitzrechte weiter an die Echter von Mespelbrunn und Gonsrod. Die Herrschaften selbst residierten meist nicht in Hauenstein oder Mömbris, sondern zur Plage ihrer Untertanen nur deren Burgmannen, die die gesamte Bevölkerung des oberen und mittleren Kahlgrundes plagten und unterdrückten, indem sie ihnen alle damaligen Handelsstraßen und Verbindungen zu den benachbarten Städten abschnitten und die gesamte Bevölkerung ihrer ohnehin schon spärlichen Besitztümer beraubten.
Erwähnenswert ist die Bauweise der Burg. Obwohl es zur damaligen Zeit noch keinen Zement gab, ist der Mörtel heute noch hart wie Stein. Bei einem Feldzug gegen Räuber und Diebe im ganzen Umkreis wurde die Burg im Februar 1450 zerstört.

Über den früheren Handelsweg, den „Alten Heuweg“, gelangt man zur Ruine Hauenstein, wo man noch heute die übriggebliebenen Mauerreste besichtigen kann. Bei einem Ausflug und bei der Erklimmung des Hügels zur Ruine Hauenstein fühlen sich nicht nur die Kinder in vergangene Raubritterzeiten zurückversetzt.

Am ehemaligen Wirtschaftsweg Mensengesäß-Hauenstein-Krombach steht zwischen Mensengesäß und dem Hauenstein ein Bildstock aus dem Jahre 1797, den ein Herr Johann Adam Gerhart zu Ehren Jesu Christi errichten ließ, weil ihm der Überlieferung folgende Begebenheit widerfahren sei:

„Ein Schmied, der auf dem Hauenstein gearbeitet hatte, sah auf dem Heimweg einen dreibeinigen Hasen vor sich herlaufen. Als er den Hasen nicht vertreiben konnte, warf er seinen mit drei Kreuzen gezeichneten Schmiedehammer nach ihm, traf ihn aber nicht. Trotzdem stand plötzlich eine Frau vor ihm, die drohend prophezeite, ihm das Genick zu brechen, wenn er jemandem verrate, dass sie sich in einen Hasen umgewandelt habe.“
(Überliefert von Anton Memmesheimer)

Ob man der Sage glauben soll ? .......... Denn es gibt noch weitere Sagen, die rechtfertigen wollen, warum dieser Bildstock errichtet wurde.

Das Hauensteiner Feldkreuz befindet sich am alten Hof-Hauenstein. Hierzu muss man wissen, dass es zwei Hauensteiner Höfe gibt, wovon unserer der neue Hof ist. Das in rotem Sandstein gehaltene, fast sieben Meter hohe Feldkreuz trägt eine Jesusfigur aus Grausandstein.

Heute ist der Hof und seine nähere Umgebung involviert in das Projekt „Europäischer Kulturwanderweg“. Erkunden Sie auf ausgeschilderten Wanderwegen die Geschichte unserer Heimat und kehren Sie dabei selbstverständlich gerne bei uns im „Reiterstübchen“ ein.



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